Aufwendige Sockelsanierung sichert seniorengerechtes Wohnen in Bad Münstereifel – Hochwasser von 2021 hatte größere Schäden hinterlassen als zunächst angenommen – Verein Haus Sonne e.V. dankt Aktion Deutschland Hilft für finanzielle Unterstützung
Bad Münstereifel – Von außen war lange kaum etwas zu erkennen. Doch hinter den Fassaden eines seniorengerechten Wohngebäudes des Vereins Haus Sonne e.V. in der Straße Auf der Komm in Bad Münstereifel hatte die Flutkatastrophe vom Juli 2021 erhebliche Schäden hinterlassen. „Erst bei genaueren Untersuchungen zeigte sich das ganze Ausmaß: Durchfeuchtete und verunreinigte Dämmstoffe, undichte Abdichtungen und beschädigte Entwässerungssysteme gefährdeten auf Dauer die Bausubstanz“, berichtet Haus-Sonne-Mitarbeiter Thomas Hochgürtel. Dank finanzieller Unterstützung durch das Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ konnten die Schäden jetzt umfassend behoben werden. Im Spätsommer 2026 wurde die aufwendige Sockelsanierung abgeschlossen.

Für den Verein Haus Sonne e.V., der hinter dem Wohnprojekt steht, ging es dabei um weit mehr als die Instandsetzung eines Gebäudes. Schließlich ist das Haus für die dort lebenden Seniorinnen und Senioren ein Zuhause, in dem sie möglichst lange selbstbestimmt, sicher und in Gemeinschaft leben können. Dieses Zuhause dauerhaft zu erhalten, war das wichtigste Ziel der Sanierungsmaßnahmen.
Die Flut hatte ihre Spuren vor allem dort hinterlassen, wo sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen waren: im Sockelbereich des Gebäudes. Feuchtigkeit war in die Konstruktion eingedrungen, Dämmmaterialien waren verunreinigt und Abdichtungen beschädigt worden. Was zunächst nach einem überschaubaren Sanierungsbedarf aussah, erwies sich bei näherer Betrachtung als deutlich umfangreicher.
Versteckte Schäden entdeckt
„Denn als die Arbeiten begannen, kamen weitere Probleme zum Vorschein. Unter anderem mussten marode Entwässerungssysteme, undichte Übergänge und kontaminierte Baumaterialien berücksichtigt werden“, so Hochgürtel weiter. Immer wieder seien zusätzliche Maßnahmen erforderlich gewesen, um nicht nur oberflächliche Schäden zu beseitigen, sondern die Ursachen dauerhaft zu beheben.
Eine lediglich teilweise Instandsetzung hätte zwar zunächst Kosten gespart, wäre auf lange Sicht aber keine zufriedenstellende Lösung gewesen. Schließlich bestand die Gefahr, dass Feuchtigkeit erneut eindringen und weitere Schäden verursachen könnte. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen für eine gründliche und nachhaltige Sanierung.

Dass diese auch angesichts der unerwarteten zusätzlichen Arbeiten umgesetzt werden konnte, verdankt der Verein Haus Sonne e.V. insbesondere der Aktion Deutschland Hilft. Das Bündnis begleitete das Vorhaben und zeigte sich auch dann lösungsorientiert, als der tatsächliche Sanierungsbedarf größer wurde als ursprünglich angenommen.
Die finanzielle Förderung ermöglichte es, die notwendigen Maßnahmen fachgerecht und vollständig auszuführen. So wurden unter anderem die Abdichtungen erneuert, schadhafte Materialien ausgetauscht und die Entwässerungssysteme instand gesetzt. Damit soll verhindert werden, dass Feuchtigkeit künftig erneut die Bausubstanz angreift.
Mehr als eine bauliche Investition
Mit dem Abschluss der Arbeiten im Spätsommer ist ein weiterer Teil der Hochwasserfolgen von 2021 bewältigt. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das vor allem eines: die Sicherheit, dass ihr Zuhause auch langfristig erhalten bleibt.
Gerade beim seniorengerechten Wohnen spielt diese Verlässlichkeit eine wichtige Rolle. Denn neben einem sicheren baulichen Umfeld geht es um vertraute Nachbarschaften, Gemeinschaft und die Möglichkeit, den eigenen Alltag möglichst selbstständig zu gestalten.

Die Sanierung ist deshalb nicht nur eine Investition in das Gebäude, sondern vor allem in die Lebensqualität der Menschen, die dort wohnen. Zugleich zeigt das Projekt, dass die Folgen der Flutkatastrophe auch mehr als fünf Jahre später noch erhebliche Anstrengungen erfordern.
Beim Verein Haus Sonne e.V. ist die Erleichterung über den erfolgreichen Abschluss entsprechend groß. „Ein besonderer Dank gilt der Aktion Deutschland Hilft, deren Förderung und Begleitung die umfassende Instandsetzung erst möglich gemacht haben“, sagt Thomas Hochgürtel.
Dabei habe sich die Unterstützung nicht auf die finanzielle Hilfe beschränkt. Auch der verständnisvolle Umgang mit unvorhergesehenen Schwierigkeiten und zusätzlichen Sanierungserfordernissen sei für den Erfolg des Projekts entscheidend gewesen.
pp/Agentur ProfiPress